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Einführung in das Thema

Die Suche nach einer kontinuierlich verfügbaren und hinreichend ergiebigen Energiequelle zum Antrieb unterschiedlichsten Arbeitsmaschinen ist so alt wie die Geschichte der Menschheit. Die „Energienot“ war in einigen Phasen der Geschichte so groß, dass die notwendigen Arbeiten zur Erzeugung der lebensnotwendigen Güter nicht mehr bewältigt werden konnten. In vielen Bergwerken erforderten beispielsweise die immensen Wasserzuflüsse Pumpwerke, die Tag und Nacht im Einsatz waren. Das Energieproblem wurde auf traditionelle Weise durch den Einsatz von Pferden gelöst, die mit Hilfe von Göpeln einfache Pumpen antrieben. Eine Vorstellung von den Dimensionen des Problems liefert der betriebene Aufwand. Es gab Gruben, bei denen über 500 Pferde im Einsatz waren. Im Hüttenwesen, in der Landwirtschaft und vielen Gewerbebetrieben war die Situation nicht besser. Insbesondere in der Landwirtschaft verschärfte sich im 18. und 19. Jahrhundert das Energieproblem. Zur Ernährung der rasch wachsenden Bevölkerung waren neue Kulturpflanzen eingeführt worden. Sie erforderten Tiefkultur. Mit den geringen Zugkräften von Gespannen waren die notwendigen Pflugtiefen wirtschaftlich nicht zu erreichen. Die Lösung des Energieproblems gelang mit dem Einsatz der Dampfmaschine. Sie arbeitete kontinuierlich, unabhängig von Wind und Wetter und je nach Bedarf. Sie stand als Betriebsmaschine mit kleiner Leistung oder als Großmaschine zur Verfügung. Die Maschinen waren stationär, zumeist mit von der Maschine getrennt aufgestellten Kesseln. Schon von Anfang an war klar, dass mit diesem stationären Lösungsansatz nur ein Teil der Energieprobleme gelöst werden konnte. Die Kraftmaschinen mussten mobil werden. Die großen Energiedefizite beim Transport von „Massengütern“ wurden nach und nach durch die „eisernen Bahnen mit Dampfwagen“ und den Dampfantrieb bei Schiffen gelöst. In einem Bereich blieb aber lange Zeit ein Defizit. Die Lösung des Antriebsproblems bei Arbeitsmaschinen, die an wechselnden Orten in den Gewerbebetrieben, im Handel, in der Industrie, in der Forstwirtschaft und insbesondere im landwirtschaftlichen Bereich betrieben werden mussten, stellte die Maschinenbauer jener Zeit vor besondere Herausforderungen. Die notwendigen Maschinen mussten leicht, leistungsstark, einfach zu bedienen, im Betrieb wirtschaftlich und dazu noch ortsveränderlich sein.

Dieses Buch beschreibt die Geschichte der Bemühungen zur Lösung dieses „Energieproblems“. Der Weg geht dabei von den ersten „zerlegbaren“ Dampfmaschinen bis zu den ortsveränderlichen Kraftmaschinen zum Antrieb beliebiger Arbeitsmaschinen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den einheimischen Herstellern, es gab weit über 100 von ihnen. Typisch für die Entwicklung neuer Techniken, das gilt besonders für die der ortsveränderlichen Kraftmaschinen, ist die fast unglaubliche Vielfalt an Lösungen. Es wurde alles versucht, was auch nur ansatzweise Erfolg versprach. Die „Ortsveränderlichkeit“ der Maschinen muss man allerdings sehr weit fassen. Die heutige übliche Fokussierung auf vierrädrige Maschinen ist zu eng. Ortsveränderlich bedeutete unter Berücksichtigung der gesamten Entwicklungszeit: zerlegbar, versetzbar, verschiebbar, verfahrbar, tragbar u.a.m. Auch die Beschränkung auf reine Kraftmaschinen musste nach Auswertung der Quellen aufgegeben werden. Es gab eine Vielzahl an Varianten mit z.B. integrierten Arbeitsmaschinen. Eine übliche Definition beschreibt Lokomobilen als bauliche Einheit von Kessel und Dampfmaschine. Auch diese Abgrenzung ist nicht haltbar. Es gab eine Vielzahl an Kraftmaschinen, bei denen man diese Hauptbaugruppen zwar gemeinsam transportierte, aber zum Einsatz trennte.

In diesem Buch werden systematisch die unterschiedlichen Ausführungen behandelt. Der Titel „Lokomobilen und Geschichte der ortsveränderlichen Kraftmaschinen“ ist bewusst gewählt. Es werden alle Arten ortsveränderlicher Kraftmaschinen mit ihren wesentlichen Baugruppen behandelt. Vieles wird anhand von Originaldokumenten erläutert. Ein gesonderter Teil ist den verschiedenen Einsatzfelder der ortsveränderlichen Kraftmaschinen gewidmet.

 

 

Die Lokomobilen

Zur Geschichte der ortsveränderlichen Kraftmaschinen mit Dampfkraft.

Inhalt (Auszug):

  • Entwicklung der Kraftmaschinen mit Dampfantrieb
  • Übersicht der Hersteller der Kraftmaschinen im deutschsprachigen Raum
  • Bauarten der Lokomobilen und der anderen Kraftmaschinen mit Dampfantrieb
  • Die Brennmaterialien, Feuerungen und Dampfkessel
  • Die Lokomobilmaschinen
  • Lokomobilen, bei denen Dampfkessel und Dampfmaschine eine bauliche Einheit bilden
  • Lokomobilen, bei denen Dampfkessel, Dampfmaschine und Arbeitsmaschine eine bauliche Einheit bilden
  • Lokomobilen, bei denen Dampfkessel und Dampfmaschine zwei bauliche Einheiten bilden
  • Lokomobilen, bei denen der Dampfkessel eine bauliche Einheit ist und die Dampfmaschine mit der
  •  Arbeitsmaschine eine zweite Baueinheit bilden
  •  Einsatzbeispiele der Lokomobilen und der anderen ortsveränderlichen Kraftmaschinen

Ausstattung

  • Format: Großformat (DIN A3; quer)
  • Einband:
    • Buchbindereinband
    • Vorder- und Rückseite Hartdeckel bezogen mit schwarzer Elefantenhaut,
    • Vorderseite mit Prägung für Bild und Schriftzug
  • Abmessungen: 32cm x 44cm
  • Bindung:
    • Rücken dunkelgraues Gewebe/Karton
    • Vierfach-Schraubbindung (jederzeit lösbar, ergänzbarer Inhalt)
  • Papier: CLC Natur, hochfein, extraglatt, 100 g/m
  • Vorlageblätter: Elefantenhaut, 120 g/m2
  • Druck: Fotomechanische Wiedergabe
  • Umfang:
  • Anzahl der Seiten: 510 Seiten DIN A3
  • Anzahl der Abbildungen: 660
  • Anzahl der ganzseitigen Tafeln: 120
  • Preis:       158,- Euro
  • Erschienen: 2016
  • Stand: 2016 (Umfang und Preis des Buches können sich in Abhängigkeit vom Forschungsstand ändern)
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