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Einführung in das Thema

Es ist heutzutage eine Selbstverständlichkeit, dass zur Beförderung von Personen in den städtischen Zentren die unterschiedlichsten privaten und öffentlichen Verkehrssysteme zur Verfügung stehen. In diesem Buch wird die Geschichte des öffentlichen Personenverkehrs behandelt. Der Schwerpunkt liegt auf dabei auf der Beförderung einer größeren Anzahl von Personen durch Selbstfahrer.

Der Verkehr mit Selbstfahrern ist an entsprechende Verkehrswege gebunden. Vor 1800 befand sich der Großteil der Überlandstraßen in den deutschen Ländern in einem erbärmlichen Zustand befand. Die Situation in den Städten war nicht wesentlich besser und aus heutiger Sicht ungewöhnlich. Die Straße hatte, im Vergleich zu heute, eine ganz andere Funktion. Sie war nicht nur Verkehrsraum für Personen, Pferde und Reiter, Fuhrwerke, Kutschen, Handkarren aller Art u.a.m., sondern auch Lebensraum für die Bewohner, Arbeitsplatz, Lagerplatz, Müllkippe, Abfallgrube und Kloake. Lärm, Dreck und Gestank waren unbeschreiblich. Die schlechten hygienischen Bedingungen führten regelmäßig zu verheerenden Epidemien.

Getrennte Bereiche für die verschiedenen Verkehrsteilnehmer gab es nicht. Wenn Partien gepflastert waren, so waren sie von Hausfront zu Hausfront gepflastert. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts legte man links und rechts vertiefte Bereiche, die sogenannten „Rennen“ an. Öffentlicher Personenverkehr war Fußverkehr. Reitpferde und Kutschen waren für das Gros unerschwinglich.

Die soziale Situation der Bewohner war durch eine starke Integration von Lebens- und Arbeitsbereichen gekennzeichnet. Wohnen, Arbeiten, kulturelle Aktivitäten, Freizeitvergnügungen u.ä. lagen meist im unmittelbaren Umfeld. Die Situation änderte sich dramatisch mit dem Wachsen der städtischen Zentren und dem Abwandern der großen Gewerbebetriebe und ersten Industrien an den Rand der Städte. Das Problem der Beförderung sehr vieler Personen über mittlere Entfernungen in kürzester Zeit musste gelöst werden. Es gab aber eine Rahmenbedingung, die die Lösung des Problems komplizierter machte: die Beförderung musste für das Gros der Menschen erschwinglich sein. Diese Phasen der Entwicklung völlig neuer technischer Systeme sind immer äußerst interessant. Für die Entwicklung der großen Selbstfahrer im öffentlichen Personenverkehr gilt das in besonderer Weise. Es wurde alles probiert, was auch nur ansatzweise Erfolg versprach. Die Entwicklungswege waren allerdings nie geradlinig, das Bessere setzte sich im Lauf der Zeit durch..

Ein Schwerpunkt in diesem Buch liegt auf der Darstellung eines einzigen, heute wenig bekannten Pioniers der Herstellung von Nutzfahrzeugen: der Maschinenfabrik von Hermann Michaelis aus Chemnitz. Michaelis hatte in den 1870er Jahren begonnen Nutzfahrzeuge herzustellen. Darunter befanden sich auch einige Fahrzeuge zur Beförderung von Personen im öffentlichen Nahverkehr. Sein großer dampfgetriebener Omnibus von 1887 wird in dem Buch detailliert behandelt und als Modell mit allen Bauplänen beschrieben. Bei der Beschreibung wird eine Vielzahl an Originaldokumenten und Kommentaren aus zeitnahen Veröffentlichungen sowie regionalen Zeitungen verwendet.

Der Dampfbus von Hermann Michaelis.

Zur Geschichte des innerstädtischen Personenverkehrs mit Selbstfahrern. Modell des Dampfbusses.

Inhalt (Auszug):

  • Entwicklung des städtischen Nahverkehrs
  • Geschichte der Dampf-Selbstfahrer deutscher Hersteller
  • Entwicklungsfelder und Typologie der Dampf-Selbstfahrer
  • Geschichte der Maschinenfabrik von Hermann Michaelis
  • Dampf-Frachtwagen, Dampfbusse und Dampf-Sportwagen von Michaelis
  • Rekonstruktion des großen Dampfbusses von Michaelis
  • Das Modell des Dampfbusses im Maßstab 1:6
  • Baupläne, Bauanleitung, Betrieb des Modells

Ausstattung:

  • Format:             Großformat (DIN A3; quer)
  • Einband:           Buchbindereinband
  • Vorder- und Rückseite Hartdeckel bezogen mit schwarzer Elefantenhaut
  • Vorderseite mit Prägung für Bild und Schriftzug
  • Abmessungen 32cm x 44cm
  • Bindung:           Rücken dunkelgraues Gewebe/Karton
  • Vierfach-Schraubbindung (jederzeit lösbar, ergänzbarer Inhalt)
  • Papier:               CLC Natur, hochfein, extraglatt, 100 g/m2
  • Vorlageblätter: Elefantenhaut, 120 g/m2

 

Druck:

  • Fotomechanische Wiedergabe

Umfang:

  • Anzahl der Seiten:                           410 Seiten DIN A3
  • Anzahl der Abbildungen:                250
  • Anzahl der ganzseitigen Tafeln:         85
  • Anzahl der DIN A3-Zeichnungen:     63

Preis:         152,- Euro

Erschienen: 2007

Stand: 2016 (Umfang und Preis des Buches können sich in Abhängigkeit vom Forschungsstand ändern)

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