Modelle

k Wechselbild B Hauptseite DSC_0384
S_Bild 4 Schwartzk. DSC_0476
S_Bild 3 Michaelis DSC_0439
Dampfwagen von De Dion und Bouton
k Bild 10 Michaelis Dampf-LKW
S_Bild 3 Freibahnzug DSC_0412

 

Fahrzeugtechnik und -geschichte sind für einen Ingenieur faszinierende Themen. Insbesondere die Anfänge bei den selbstfahrenden Wagen für den Landverkehr zu Beginn des 19. Jahrhunderts sind außerordentlich interessant. Sie waren geprägt von einer Fülle an Entwicklungen unterschiedlichster Fahrzeugkategorien. Von Dampfkutschen, über Frachtwagen, Zugmaschinen bis zu einspurigen Vehikeln wurde damals alles versucht, was sich mit eigener Kraft fortbewegen konnte. Es begeistert mich seit Jahren, diesen Teil der Technikgeschichte zu erforschen und technikinteressierten Personen zugänglich zu machen.

Leider ist aus dieser frühen Phase an Objekten wenig erhalten geblieben. In einigen Museen mit technischem Schwerpunkt findet man einige. Die Exponate werden als verkleinerte Modelle oder als Originalmaschinen statisch präsentiert. Ihre Funktion ist aus schriftlichen Beschreibungen zu entnehmen. Einen ganz besonderen Reiz haben die historischen Maschinen aber „in ihrer Funktion“. Es lag also die Idee nahe, zu den Auseinandersetzungen mit den sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Technik, den technischen Objekten selbst und den Bedingungen ihrer Herstellung auch diese Fahrzeuge zu rekonstruieren und als Funktionsmodelle zu bauen. Seit fast 15 Jahren baue ich jetzt schon vorbildkonforme Funktionsmodelle von historischen Fahrzeugen. Etwa ein Dutzend ist fertig geworden.

Zur Vorgehensweise

Bevor mit dem Bau eines Fahrzeugmodells begonnen werden kann, sind alle verfügbaren Informationen zu dem ausgewählten Objekt zu sammeln. Oft ist die Hauptarbeit nicht der Bau selbst, sondern die Recherche. Die Rekonstruktion historischer Fahrzeugmodelle ist eine der schwierigsten Aufgaben. Die Recherche nach technischen Zeichnungen, Abbildungen, Fotografien, Skizzen etc. ist enorm zeitraubend, die Qualität der Rechercheergebnisse oft ernüchternd. Wenn historische Fotografien vorliegen, kann man mit Hilfe einiger Verfahren der Geometrie versuchen, aus der Abbildung entsprechende Ansichten zu rekonstruieren. Bei einigen meiner Modelle habe ich eine geometrische Rekonstruktion durchgeführt. Die Verfahren sind aufwendig und heute vollständig in Vergessenheit geraten. Man muss sie völlig neu erlernen.

Wenn ein Modell einen komplizierten Aufbau hat, beispielsweise sehr viele unterschiedliche Funktionen erfüllen muss oder einzelne Funktionen sehr komplex sind, so führt eine intuitive Vorgehensweise beim Bau oft zu Problemen, Doppelarbeit und Enttäuschungen. Ab einem gewissen Schwierigkeitsgrad bietet sich ein schrittweises Vorgehen in einzelnen, aufeinander abgestimmten Schritten an.

Ich möchte auf dieser Seite daher über aktuelle und zurückliegende Modellprojekte, deren Rekonstruktion und dem methodischen Vorgehen beim Bau berichten und im Austausch neue Projekte vorantreiben.