Zur Geschichte der Mechanisierung der Bodenbearbeitung mit Dampfkraft

Die Geschichte der Bodenbearbeitung ist fast so alt wie die Geschichte der Menschheit. Bis in die Neuzeit war das Schaffen eines fruchtbaren Bodens und dessen Vorbereitung für die Aussaat eine jedes Jahr Wochen und Monate dauernde schwere Arbeit. Geleistet wurde sie von Menschen und Tieren mit einfachen Hilfsmitteln. Mit der Dampfkraft stand erstmals in der langen Geschichte der Bodenkultur eine Energiequelle zur Verfügung, welche die Durchführung dieser Arbeit mit Maschinenkraft ermöglichte. Bis zum Einsatz war es allerdings ein langer, mühsamer Weg. Es dauerte fast das gesamte 19. Jahrhundert, bis die neue Technik in der landwirtschaftlichen Praxis einsatzfähig war. Mit der Dampfkraft veränderten sich auch die Geräte der Bodenbearbeitung, sie wurden größer und leistungsstärker. Die erreichbaren Arbeitstiefen gingen weit über die mit Gespannen hinaus. Nur mit der Dampfkraft war der rationelle, großflächigen Einsatz tiefwurzelnder Kulturpflanzen möglich. Mir der Dampfkraft veränderten sich auch die Verfahren der Bodenkultur. Nicht nur der traditionelle Pflug kam zum Einsatz, es wurden auch Verfahren mit rotierenden und anderen Wirkbewegungen entwickelt.

Die Dampfmaschine bereitete den Weg für die industrielle Revolution. Ihr Einfluss erfasste alle Lebensbereiche. Die ersten großen industriellen Zentren entstanden. Im ländlichen Raum war der Einfluss der Dampfkraft ähnlich umfassend. Jahrhunderte alte Traditionen galten nicht mehr, der fest gefügte traditionelle Jahresablauf wurde aufgehoben, Arbeiten, die früher Monate dauerten wurden in wenigen Tagen erledigt und die großen Zugtierbestände und ihre zugeordneten Berufe wurden überflüssig.

In der Publikation „Der Dampfpflug und andere Geräte der Dampf-Bodenkultur“ wird die technische Entwicklung des Einsatzes der Dampfkraft in der Landwirtschaft dargestellt, und zwar alle gängigen Verfahren und alle Maschinen und Gerätschaften. Neu bei der Behandlung des Themas ist der Bezug zum Sinn und Zweck der Bodenkultur. Man setzte die Dampf-Bodenkultur ja nicht ein, um eine neue Technik zum Einsatz zu bringen. Erst aus dem „Warum“ ergeben sich die Verfahren der Bodenkultur, das „Wie“.

Bisher wurden in den Büchern und Artikeln zu diesem Thema die technischen Aspekte in den Vordergrund gestellt. Noch stärker als in der industriellen Revolution waren aber auf dem Lande die neuen technischen Möglichkeiten aufs engste mit der Arbeitswelt der Landleute und dem dörflichen Leben verknüpft. Auf die sozialen Auswirkungen des Einsatzes der Dampfkraft wird in der Publikation ebenfalls eingegangen.

 

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Die im Folgenden dargestellten Inhalte sind ein Auszug aus der Publikation „Der Dampfpflug und andere Geräte der Dampf-Bodenkultur“. Die Inhalte wurden auf das Wesentliche begrenzt. Ziel war es, die Ausgangssituation und die verschiedenen Entwicklungsstufen ohne Abstriche wiederzugeben. Um die Datenmenge zu begrenzen, ist die Vielzahl an Beispielen, die in der Ausgangspublikation enthalten sind, reduziert worden. Bodenkulturverfahren, die hierzulande keine größere Bedeutung besessen haben, wurden nicht aufgenommen. Bei ähnlichen Verfahren wurde in der Regel nur die Basisvariante dargestellt.

Als Folge dieser Reduzierungen sind die Seitenzahlen zwar aufsteigend, aber nicht fortlaufend. Lücken lassen sich nicht vermeiden.

Um die Zugriffszeiten trotz der großen Datenmengen auf ein erträgliches Maß zu halten, sind die Inhalte zu „Informationsblöcken“ zusammengefasst worden, die sich an der Gliederung der Ausgangspublikation orientieren. Bei der Nutzung dieser Dateien kann der Leser anhand der Gliederung relativ rasch den „Informationsblock“ finden, der die aktuell gewünschten Informationen enthält.

In der nachfolgenden Gliederung der Ausgangspublikation sind die Informationsblöcke gekennzeichnet und die Gliederungspunkte hervorgehoben, die für die hier wiedergegebene Auswahl verwendet wurden. Die in Auszügen wiedergegeben Punkte sind in der Gliederung kenntlich gemacht.

 

Die Übersicht zum Thema

 

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